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Aus der Homilie am 6.9.26
Christus - der gute Hirte (Joh 10,11) - ist das Zentrum
unserer Pfarreiengemeinschaft
Wir sehen am Bildrand die vier Pfarreien als Kirchen dargestellt: Adlkofen, Auloh, Kirchberg und Reichlkofen. Auch die vier geschwungenen grünen Hügelspitzen stehen für unsere vier Orte in unserem Hügelland.
Die blaue, fließende Wellenlinie verweist auf die beiden Flüsse, die unsere Pfarreiengemeinschaft eingrenzen. Daher auch der Untertitel: zwischen Isar und Vils. Die Bäume stehen für den Kröniger Forst und die Isarhangleiten als Naturraum.
Und auch der Krug hat seinen Platz im Logo: Er erinnert an die Kröniger Hafnerkeramik, die unsere Gegend über Jahrhunderte geprägt hat. - All das gehört zu unserer Heimat und verbindet unsere vier Pfarreien miteinander [...]
Umso wichtiger ist es, was wir aber in der Mitte sehen: Christus als den Guten Hirten: Sein Gewand ist in hellen Tönen gehalten und zeigt ihn als den Auferstandenen. Sein Blick ist dem Lamm zugewandt, das leicht verletzt ist, weil es sich vielleicht im Dorngestrüpp verirrt hat.
Wenn wir dieses Bild auf uns übertragen, dann kennen auch wir solche Dornen. Auch wir verirren uns manchmal. Wir verfangen uns. Wir werden verletzt – und verletzen manchmal auch andere.
Und wenn wir genauer hinschauen, entdecken wir noch etwas: Auch Christus trägt Wunden. An seinen Händen sind die Wundmale zu sehen.
Der Gute Hirte, der sich dem verletzten Lamm zuwendet, ist also selbst ein Verwundeter. Er schaut nicht von oben auf das Lamm herab. Er selbst kennt Verwundung und Schmerz. Und gerade deshalb lässt er das verletzte Lamm nicht allein. Seine Wunden sind Zeichen seiner Liebe, die selbst den Tod überwunden hat.
Und genau dieser Christus steht in unserer Mitte: als der verwundete und auferstandene Herr, der Gute Hirte, der sich dem Verlorenen zuwendet.
Das Zentrum unserer Pfarreiengemeinschaft ist Christus – und muss es auch bleiben. Von Ihm her soll ausgehen, was wir tun. Und zu Ihm soll unser gemeinsamer Weg hinführen.
Darum ist es notwendig, uns immer wieder zu fragen:
Wer steht eigentlich in der Mitte? Christus –
oder vielleicht doch manchmal ich selbst?
DG
